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Zum Thema „Schwangerschaft und Geburt“ ist natürlich eine Hebamme die bestmögliche Fachfrau. So erhielten die Klassen 3a, b, c der OWS sehr kindgerechten und anschaulichen Unterricht durch die Hebamme Kerstin Cramer, selbst Mutter von zwei Kindern und seit 19 Jahren tätig als Hebamme. Anschaulich z.B. in Bezug auf die Größe des heranwachsenden Babys im Bauch: von Stecknadelkopfgröße über Walnussgröße &. bis hin zum großen Luftballon.

Wie fühlt sich das Baby im Bauch? Kann es sehen oder hören? Hierzu hatten die Kinder die Möglichkeit, sich in eine farbige Decke hüllen zu lassen, um festzustellen, dass es gar nicht ganz dunkel ist und man zwar gedämpft, aber trotzdem Geräusche, Stimmen und Musik hören kann. Auch beim Geräusche raten waren die Kinder voll dabei, denn das Baby hört nicht nur Geräusche von außen, sondern auch die Körpergeräusche der Mutter (Rauschen der Nabelschnur, Herzschlag der Mutter ...).
Dann war allergrößte Vorsicht geboten: Ein zarter Luftballon, gefüllt mit Wasser und einem kleinen Plastikembryo wurde von Hand zu Hand weitergegeben, um zu fühlen, wie zart die Fruchtblase ist.

Zuletzt wurde die Stimmung ganz feierlich, denn die „Geburt“ begann. Das Licht wurde gelöscht und alle waren plötzlich ganz still. Frau Cramer zeigte den Kindern mit Hilfe eines Modells und einer Puppe die wichtigsten Stadien der Geburt (Kontraktion der Gebärmutter, Öffnen des Muttermundes, das Köpfchen ist zu sehen, das Baby ist da, wird eingehüllt, Abklemmen der Nabelschnur, Mutterkuchen ...) und wies natürlich darauf hin, dass eine Geburt in Wirklichkeit doch deutlich länger geht. Die Klasse gab dem „Baby“ einen Namen und es durfte bei einigen Kindern noch eine Weile auf dem Arm sein. Als die 90 Minuten zu Ende waren, wurde Frau Cramer noch umringt von den Kindern, die noch etwas erzählen oder fragen wollten.









Ebenfalls passend zum übergeordneten Thema „Mein Körper“ hatten die Drittklässler der Oberwaldschule in den Wochen zuvor Sozialkompetenz- und Präventionstraining bei dem ehemaligen Polizisten Dieter Heitz, der jedes Jahr jeweils eine ganze Woche mit den 2. und 3. Klassen trainiert. Auch in diesem Jahr standen für die Klassen 3a, b, c vor allem Rollenspiele und Übungen im Vordergrund.

Hier einige Schüleräußerungen zu der Woche:
„Mein Körper gehört mir.“
„Ich muss auf meine Alarmzentrale im Bauch hören.“
„Ich halte zu fremden Personen einen Sicherheitsabstand.“
„Jetzt kenne ich die 3-Finger-Regel, die hilft mir mich richtig zu entscheiden.“
(1. Wie ist mein Bauch-Gefühl? Ja / Nein, 2. Wissen meine Eltern wo ich bin? Ja / Nein, 3. Bekomme ich Hilfe? Ja / Nein — schon bei nur einem Nein vergrößere ich den Abstand und gehe nach Hause)
„Ich kenne die Geschäfte mit dem Notinsel Schild.“
„Ich rufe lieber „Feuer“ als „Hilfe“, das wird ernst genommen.“
„Die vielen praktischen Übungen, das gefällt mir so an den Stunden mit Herrn Heitz.“ ...










Alle Schülerinnen und Schüler waren mit großem Eifer, aber auch dem nötigen Ernst dabei und haben sehr gut verstanden, wie wichtig das richtige Verhalten in verschiedenen Situationen ist.

Beide Projekte werden durch die Schulsozialarbeit der Oberwaldschule unterstützt und sind feste Bestandteile im Jahresplan.


Text: Frau Allin

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