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Der nachfolgende Pressetext wurde in unterschiedlichen Fassungen und Zeitungen Ende Januar innerhalb Deutschlands verbreitet.

Helle Schüler kommen mit weniger Licht aus. In Karlsruhe suchen Energieboys und -girls nach Möglichkeiten, Strom zu sparen.
Das hilft nicht nur der Umwelt, sondern auch den Schulen.

Karlsruhe (dpa/lsw) - Die Energieboys und -girls an der Karlsruher Oberwaldschule nehmen ihre Aufgabe ernst: Zu ihrer Sitzung am Nachmittag schalten sie das Licht aus und zünden Kerzen an. Einmal im Monat besprechen sie mit den betreuenden Lehrern und dem Hausmeister, wie sie Energie sparen können. «Für das Licht im Flur habe ich die Zeitschaltuhr von sechs auf zwei Minuten herunter gedreht», berichtet Hausmeister Alessandro Diso.

Die Grund- und Werkrealschule macht beim «EinSparProjekt» der Stadt Karlsruhe mit, das zum Schuljahresbeginn aufgelegt wurde. Das Modell ist auf drei Jahre angelegt. Etwa 45 Schulen beteiligen sich daran, das ist rund die Hälfte aller Karlsruher Einrichtungen. «Wir hatten mit maximal 20 gerechnet», sagt die Klimaschutzmanagerin Corinna Berger, die das vom Bundesumweltministerium geförderte Projekt für die Stadt betreut.

Dahinter steckt jedoch nicht nur der Umweltschutzgedanke. «In den städtischen Gebäuden sind die Kosten für Heizenergie und Strom seit 2005 um über 50 Prozent gestiegen», sagt Hochbauamtsleiterin Anne Sick. Mit dem Projekt wolle die Stadt «Schwachstellen an den Gebäuden identifizieren, die durch kleine Maßnahmen beseitigt werden können».

Dafür besuchen die Klimaschutzmanagerin, ein städtischer Heizungstechniker sowie ein Vertreter der Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg (KEA)die Schulen und überlegen gemeinsam mit dem Hausmeister, welche Verbesserungsmaßnahmen möglich sind. «Zum Beispiel kann man an den Waschbecken das Eckventil fester anziehen, damit pro Minute nur noch bis zu sechs Liter Wasser durchlaufen anstatt neun bis zwölf», erklärt Berger.

Selbst in der Kimmelmannschule, die 2004 generalsaniert wurde, gibt es Einsparmöglichkeiten. «Wir haben zum Beispiel festgestellt, dass wir mehr Lichter anschalten als nötig», sagt Techniklehrer Heinrich Klein. «Für eine Bürobeleuchtung braucht man 500 Lux. Wenn wir alle Lichter anhaben, sind es 800 Lux. Wir können also die Lichter im Fensterbereich ausschalten», erklärt er. «Außerdem werden nun alle 26 Schulcomputer immer heruntergefahren.»

Auch diese kleinen Maßnahmen zeigen durchaus Erfolg, bestätigt Volker Kienzlen, Leiter der baden-württembergischen Klimaschutz- und Energieagentur: «Durch den Stand-by-Betrieb von Elektrogeräten entstehen in Baden-Württemberg Leerlaufverluste von rund 250 Millionen Euro pro Jahr. Alleine ein Computer mit Nebengeräten kommt auf einen jährlichen Stand-by-Verbrauch von 25 Euro», rechnet er vor.

Deshalb hat die KEA in den vergangenen beiden Jahren im Rahmen des «Klimaschutz-Plus-Programms» des Landes einige Unterrichtsstunden zum Thema «Stand-by» finanziert. Die Schulungen übernahmen die regionalen Energieagenturen. Die Schüler durften zum Beispiel zu Hause mit Messgeräten auf die Suche nach Stromfressern gehen.

«Unser Fernseher und Computer verbrauchen ausgeschaltet am meisten Strom, deswegen ziehen wir jetzt immer den Stecker», sagt Daniel Schäfer von der Oberwaldschule. Auch bei seiner Klassenkameradin Tanja Gräber hat sich manches zu Hause verändert: «Mein großer Bruder kommt oft nachts spät nach Hause, schläft ein und lässt das Licht an. Jetzt haben wir eine Zeitschaltuhr», berichtet die Achtklässlerin.

Tanja und Daniel gehören zum schulübergreifenden Energieteam. Gemeinsam mit dem Hausmeister wollen sie nun in jedem Klassenzimmer am Thermostat der Heizung einen Zapfen einbauen, damit nicht über 21 Grad geheizt werden kann. Rektorin Andrea Hunzinger überlässt den Schülern gerne die Verantwortung. «Die Schüler sind untereinander die besten Pädagogen.»

Die Stadt erhofft sich mit dem Projekt Einsparungen bei den Energiekosten von etwa zehn Prozent», sagt Klimaschutzmanagerin Berger. Von dem eingesparten Geld verbleibt die Hälfte im Stadtetat, den Rest bekommen die Schulen. Davon wiederum sollten sie zehn Prozent in den Klimaschutz investieren.

Das «EinSparProjekt» ist eines von 80 Modellen innerhalb des Klimaschutzkonzepts, das vom Karlsruher Gemeinderat 2009 verabschiedet wurde. Karlsruhe gehört neben Stuttgart zu den einzigen baden-württembergischen Preisträgern des bundesweiten Wettbewerbs «Kommunaler Klimaschutz 2011».

(Dies ist der Originaltext von dpa im Januar 2012 veröffentlicht. Markierte Stellen wurden durch Energieteam der OWS-Aue hervorgehoben)


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