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Seit einem Jahr besteht dieses Inklusionsprojekt in Klasse 6, die aus Schülern der Albschule und der Oberwaldschule besteht. Hier arbeiten die Künstlerin und Kunsttherapeutin Helga Essert-Lehn sowie Gabriele May, Studentin der Kunsttherapie mit Lehrerinnen und Lehrern der Albschule und der Oberwaldschule zusammen. Dank der Unterstützung durch die Stadt Karlsruhe findet seit Beginn dieses Schuljahres das Projekt Artist in School ... von Künstlern lernen – Kreativwerkstatt in der Inklusionsklasse statt. Einmal pro Woche für einen ganzen Schulnachmittag wird gemeinsam künstlerisch gearbeitet, Seite an Seite, überwiegend in Teamarbeit.
Die kontinuierliche Zusammenarbeit der Inklusionsklasse mit Künstlern und Lehrern ermöglicht in individueller Betreuung gezielt die Förderung der Persönlichkeit aller Schüler in ihrer Kreativität, Ausdrucksfähigkeit und sozialen Kompetenz. Schüler mit und ohne Behinderung erfahren ihre kreativen Potenziale und die kulturelle Vielfalt. Alle Beteiligten erleben unabhängig von den persönlichen Voraussetzungen und Fähigkeiten miteinander Kunst – ohne Vorurteile und in Toleranz und Achtung gegenüber der Individualität des Anderen – und damit gelebte Inklusion.



Zur Portraitreihe in unserer Rubrik "Aktuelle Projekte"


Deutschland wird inklusiv - wir sind dabei!

Am 9. März 2012 wurde die Oberwaldschule vom Beauftragten der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen mit einer Urkunde für Ihren Beitrag zur Integration behinderter Schülerinnen und Schüler ausgezeichnet und in die virtuelle Landkarte inklusiver Beispiele aufgenommen. Diese Landkarte soll im Sinne des Übereinkommens der Vereinten Nationen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen über Inklusion in der Gesellschaft aufklären und Beispiele guter Praxis darstellen.




Inklusion (ISEP) an der Oberwaldschule Aue

Seit dem Schuljahr 2008/9 zählt die Oberwaldschule vier Kinder mit Handicap zu ihren Schülern: Laetitia, Dogus, Fabian und Nils.

Gemeinsam mit 13 Mitschülern besuchen sie im Rahmen eines "Integrativen Schulentwicklungsprojektes" - kurz: ISEP - die Grundschule. Die vier Kinder sind formell Schüler der Oberwaldschule. Kennzeichnend für ein ISEP ist, daß innerhalb einer Klasse ein sogn. "zieldifferenter Unterricht" stattfindet. Dies bedeutet, daß Unterricht mit unterschiedlichen Lernzielen für behinderte und nicht behinderte Kinder erfolgt.

Unterrichtet werden alle Kinder gemeinsam von der Klassenlehrerin Frau Ringwald und den Fachlehrer/-innen; unterstützt werden sie hierbei von zwei Sonderpädagoginnen, die sich 20 Förderstunden teilen. Den vier Kindern stehen bei Bedarf ein Zivildienst-Leistender und eine FSJ-lerin begleitend zur Seite. Alle Kinder der Klasse werden soweit möglich gemeinsam unterrichtet. Derzeit findet in Mathematik und Deutsch ein differenzierter Unterricht für die vier Kinder statt. In einer ruhigen Atmosphäre können die vier Kinder entsprechend ihren individuellen Fähigkeiten und Lernfortschritten in der Kleingruppe gezielter gefördert werden.

In ihrer Klasse gehören Laetitia, Dogus, Fabian und Nils selbstverständlich dazu. Aber auch alle anderen Schülerinnen und Schüler der OWS haben diese vier Kinder von Anfang an problemlos als Mitschüler akzeptiert. Laetitia, Dogus, Fabian und Nils fühlen sich in der Oberwaldschule sehr wohl und besuchen ihre Schule gern.

Die Direktorin der Oberwaldschule, Frau Hunzinger, hat sich vor Beginn des ISEP bereit erklärt, das vom Schulamt vorgeschlagene Projekt an ihrer Schule durchzuführen. Seitdem unterstützen sie und die Kolleginnen und Kollegen dieses Projekt.

Von Anfang an haben die Eltern der Regelkinder den Integrationswunsch der ISEP-Eltern befürwortet und durch Engagement und Offenheit unterstützt. Durch ihre Entscheidung, diesen Schulversuch über vier Jahre mitzutragen, hat unsere Klassenlehrerin Frau Ringwald es unseren Kindern ermöglicht, am normalen Schulalltag teilnehmen zu können.

So wie Laetitia, Dogus, Fabian und Nils sich viel von ihren Klassenkameradinnen und -kameraden abschauen und lernen, lernen umgekehrt auch die Klassenkameradinnen und -kameraden einiges dazu. Rücksichtnahme, Toleranz, Geduld und gegenseitige Aufmerksamkeit sind Werte, die sowohl im Unterricht als auch im privaten Umfeld sichtbar werden.

Das ISEP an der Oberwaldschule zeigt, daß ein gemeinsames Lernen von behinderten und nichtbehinderten Kindern erfolgreich möglich ist. Wir Eltern des ISEP-Projektes wünschen uns für die Zukunft, daß ein solches gemeinsame Lernen möglich bleibt und von allen Beteiligten als Bereicherung und als selbstverständlich empfunden wird.





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